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Chronik der SG Rottenbuch

Im Jahr 1073 wandelte Herzog  I. von Bayern eine in Rottenbuch schon bestehende Eremitenniederlassung auf Veranlassung des seligen Bischof Altmann von Passau in ein Augustiner-Chorherrenstift um.
Durch päpstliche Privilegien 1090 und 1092 wurde Rottenbuch päpstliches Eigenkloster. Rotenbuch ist das Zentrum der Kanonikerreform in Bayern und ist päpstlicher Stützpunkt im Investiturstreit. Rottenbuch besiedelte mehrere andere Stifte in Bayern. Nach der Barockisierung der Stiftskirche und dem Neubau des Klosters wird das blühende Stift am 1.4.1803 aufgehoben.
Aus der ehemaligen Hofmark Rottenbuch entstanden die politischen Gemeinden Rottenbuch, Böbing, Wildsteig und Schönberg, Schönberg wurde 1978 eingemeindet.
Das Wappen der Gemeinde Rottenbuch - eine bewurzelte rote Buche mit sieben roten Blättern auf silbernem Untergrund - wurde 1956 verliehen; die orte Buche erscheint 1433 im Wappen des Augustiner-Chorherrenstifts Rottenbuch.
Erstmals wird 1818 ein Ortsvorsteher gewählt; seit 1869 gibt es einen Bürgermeister. Rottenbuch ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Rottenbuch - Böbing, hat 1700 Einwohner und eine Fläche von 3147 ha und besteht aus 26 Ortsteilen und Weilern.

"Rothenbuech est unum ex Illustrioribus Monasteriis in Bavaria"

Rottenbuch ist eines von der berühmteren Klöstern in Bayern

(Konzil von Basel 1431-1449)

Schützengesellschaft Rottenbuch 1801 e.V.

Buchstabengetreue Textübertragung des vorstehenden Dokumentes

10. May

Da auf den heutigen 5. Sonntag nach Ostern das Titularfest der Bruderschaft des hl. Johann von Nepomuk einfil, wurde zugleich ein Dankfriedens Fest gegangen. Um 5 Uhr in de Frühe, zur Prim, zur Predigt, zum Pontifikal Hochamt, zur Wandlung unter dem Pontifikalamt wurde durch Losbrennung der Böller Zeichen gegeben. Vor dem Hochamt te Deum Laudamus. Abends Procession unter Rechenweter in dem Hofe, dann wegen dem Feste des heiligen Johannes Lytanei. Zu nachts Tischlektion dispensiert, weder Speisen, weder Wein wurde gemehrt: kein Zeichen zum Examen und Schlagen. Am 11. May Zeichen zur Mette in der Frühe um 1 viertl über 4 Uhr.

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Vermuthlich zum Andenken des Friedens besteht zu Raitenbuch seit 8 Tagen unter gewießen Regeln ein Schützen Bund oder Schützen Lade, wovon Herr Kellerer Laetus Bauhofer Schützenmeister ist. Die Übungen in Scheiben Schüssen werden öfters abends an Sonn- und Feyrtagen gehalten.
Mit Säkularisation löst sich der Schützenbund auf. Es gab kein Kloster Rottenbuch  mehr.

"Aber Montgelas, wir sind Esel gewesen,
dass wir mit diesen Klöstern so umgegangen."

(König Max I Joseph, 1809)

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